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Das Schmallenberg-Virus verursacht Missbildungen – vor allem bei Kälbern und Lämmern. Über das Virus und die Krankheit ist aber noch sehr wenig bekannt. Nach bisheriger wissenschaftlicher Einschätzung ist eine Übertragung auf den Menschen sehr unwahrscheinlich.
Aus den Meldungen von Missbildungen bei Neugeborenen und Föten wurden vom Februar 2012 bis zum 16. April 2013 beim Institut für Virologie und Immunologie (IVI) insgesamt 282 missgebildete Föten und Neugeborene diagnostisch abgeklärt: 137 Kälber, 114 Lämmer und 31 Zicklein. Davon wurden bisher 96 missgebildete Tiere - 22 Kälber, 64 Lämmer und 10 Zicklein - positiv auf das Schmallenberg-Virus getestet. Bei weiteren 17 Kälbern, 2 Lämmern und 2 Zicklein wurden Schmallenberg-Virus-Antikörper nachgewiesen.
Betrifft: Vor allem Rinder, Schafe und Ziegen
Eine Studie des Robert-Koch-Instituts in Deutschland zeigt, dass auch Menschen, die viel Kontakt mit dem Schmallenberg-Virus hatten, nicht infiziert wurden. Auf der Basis der Studienergebnisse und der genetischen Eigenschaften des neuen Virus kann das Risiko von Infektionen beim Menschen als äußerst gering eingeschätzt werden.
Krankheitsanzeichen
Symptome sind Fieber, Milchrückgang, schwerer Durchfall, Aborte und Missbildungen bei neugeborenen Lämmern und Kälbern.
Ansteckung durch Insekten
Die Ansteckung erfolgt über Stechmücken und Gnitzen.
Wo? In Mitteleuropa
Das Virus tauchte bisher in verschiedenen Ländern Mitteleuropas auf, im Juli 2012 auch in der Schweiz.
Erreger: Orthobunya-Viren
Das Schmallenberg-Virus (benannt nach dem deutschen Ort, an dem es erstmals festgestellt wurde) ist ein Virus der Gattung Orthobunyavirus.
Was tun?
Ausser einem Mückenschutz in den wärmeren Jahreszeiten sind keine vorbeugenden Massnahmen bekannt. Es gibt bisher keine Behandlung der Krankheit und auch keinen Impfstoff dagegen.
Das Schmallenberg-Virus ist nicht meldepflichtig.
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