Tierseuchen in vier Bekämpfungsgruppen
In der Schweiz werden Tierseuchen in vier Bekämpfungsgruppen aufgeteilt
- Hochansteckende Tierseuchen sind alle Krankheiten die das Internationale Tierseuchenamt (OIE) früher in der Liste A aufgeführt hatte. Es sind sind übertragbare Krankheiten mit dem Potenzial, sich in grossem Masse und schnell auch über Landesgrenzen hinaus zu verbreiten. Sie haben umfangreiche sozio-ökonomische und gesundheitliche Konsequenzen und sind von höchster Wichtigkeit .
- Auszurottenden Seuchen sind Krankheiten, die mit Hilfe von aufwändigen Programmen bekämpft werden. Sie wurden damit in den letzten Jahrzehnten ausgerottet oder sollen demnächst ausgerottet werden. Auch Krankheiten, die nie in unsern Nutztierpopulationen aufgetreten sind, zählen zu dieser Gruppe.
- Zu bekämpfende Seuchen sind Krankheiten, die mit keinem vertretbaren Aufwand auszurotten sind. Die Bekämpfung zielt auf eine Schadensbegrenzung ab.
- Für die Gruppe der zu überwachenden Seuchen ist nur die Meldepflicht vorgeschrieben. Diese Krankheiten haben im internationalen Verkehr eine gewisse Bedeutung. Die Informationen über das Auftreten dieser Krankheiten sind Entscheidungshilfen für eine mögliche spätere Bekämpfung.