Bundesamt für Veterinärwesen BVET

Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder

Beginn Sprachwahl



Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Ende Navigator



Influenza: Auch Tiere kriegen die Grippe

Nicht nur Menschen, sondern auch Vögel und verschiedene Säugetiere, wie etwa Pferde, Seehunde, Wale und Schweine können die Grippe kriegen. Die grösste Rolle spielen dabei die Influenza-A-Viren, von denen es wiederum zahlreiche Untertypen gibt. Das Haupt-Reservoir für Influenza-A-Viren sind Wasservögel. Schweine dienen als eine Art Mischgefäss, in denen sich Influenza-A-Viren von Vögeln und Menschen neu kombinieren (assortieren) können.

Influenza-A-Viren 
Die grösste Rolle im Grippegeschehen bei Mensch und Tier spielen die Influenza-A-Viren. So wurden etwa die grossen Grippe-Pandemien von 1957 (Asiatische Grippe) und 1968 (Hongkong-Grippe) durch Influenza-A-Viren ausgelöst. Auch bei dem Vogelgrippe-Virus H5N1, das 2005/2006 für Aufregung sorgte, handelte es sich um ein Influenza-A-Virus. Influenza-A-Viren wurden neben dem Menschen bei zahlreichen Vogelarten nachgewiesen - sowie bei Schweinen, Pferden, Nerzen, Seehunden und Walen.

Influenza-Viren kombinieren sich dauernd neu!
Influenza-A-Viren haben eine Protein-Hülle und ihr Erbgut enthält 8 RNA-Segmente. Wenn verschiedene Virentypen im gleichen Organismus zusammen kommen, können ihre 8 Erbgut-Segmente einzeln zwischen den Viren ausgetauscht werden. Durch diese „Reassortierung" entstehen immer wieder neue Virentypen.

Mischgefäss Schwein
Es kommt immer wieder vor, dass Influenza-Viren von einer Tierart zur anderen oder auf den Menschen übergehen. Doch es gibt dabei bestimmte zwischenartliche Barrieren. So gehen Influenza-Viren der Vögel im allgemeinen nicht sehr leicht auf den Menschen über, weil sie an Zellrezeptoren der Vögel andocken, die es beim Menschen nicht gibt. Umgekehrt werden Vögel nicht so leicht durch Influenza-Viren des Menschen angesteckt. Schweine nehmen aber eine gewisse Mittlerstellung ein, denn sie verfügen sowohl über Zellrezeptoren des Vogel-Typs wie auch über solche des Menschen-Typs. Deshalb kommt es immer wieder vor, dass Schweine gleichzeitig durch Vogelgrippeviren und Menschengrippe-Viren infiziert sind. Auf diese Weise funktionieren sie als eine Art Mischgefäss, in dem Influenza-Viren verschiedener Herkunft Erbgut-Segmente austauschen und sich zu neuen Virentypen assortieren können. Deshalb werden die Influenza-Viren der Schweine weltweit besonders aufmerksam überwacht.

Fachkontakt: info@bvet.admin.ch

Ende Inhaltsbereich

Volltextsuche

 

A/H1N1: Was ist das?

Grippe-ABC

Eine Grippe wird durch Influenza-Viren ausgelöst. Man unterscheidet drei Typen: A, B, und C.
Influenza-C-Viren treten bei Menschen und Schweinen auf, aber relativ selten. Sie spielen keine grosse Rolle.
Influenza-B-Viren treten nur bei Menschen auf.
Influenza-A-Viren schliesslich finden sich bei Menschen und Tieren. Sie spielen in der Epidemiologie die grösste Rolle.

Die Bezeichnungen H und N

Auf der Oberfläche von Influenza-A-Viren finden sich zwei Proteine, welche für die Infektion von Wirtszellen wichtig sind: Hämagglutinin und Neuraminidase. Diese Proteine kommen in verschiedenen Typen vor: Insgesamt kennt man 16 Typen des Hämagglutinins und 9 Typen der Neuraminidase. Nach den Proteintypen, welche die Influenza-A-Viren auf ihrer Oberfläche tragen, lassen sie sich nun weiter unterteilen: So besitzt etwa ein Influenza-A-Virus vom Typ H5N1 (das Vogelgrippevirus von 2005/2006) ein Hämagglutinin vom Typ 5 und eine Neuraminidase vom Typ 1, entsprechend ist ein Influenza-A-Virus vom Typ H1N1 (etwa das neue Virus aus Mexiko) mit einem Hämagglutinin vom Typ 1 und einer Neuraminidase vom Typ 1 ausgestattet.


Bundesamt für Veterinärwesen BVET
info@bvet.admin.ch | Rechtliche Grundlagen | Webanalyse
http://www.bvet.admin.ch/gesundheit_tiere/02766/index.html?lang=de