Bundesamt für Veterinärwesen BVET

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Das Meerschweinchenheim

Die meisten in Zoohandlungen angebotenen Meerschweinchenkäfige entsprechen zwar den gesetzlichen Mindestmassen, können aber einer Meerschweinchengruppe kein Zuhause bieten, in dem sie sich wohlfühlen.

Erinnern wir uns: Meerschweinchen sind Bewegungstiere. Sie bleiben nur gesund, wenn sie miteinander herumtollen können.
Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 0,7 Quadratmeter für 3 Meerschweinchen - dazu kommen 0,2 Quadratmeter für jedes zusätzliche Tier. Doch das ist das absolute Minimum. Als Meerschweinchenheim bewährt sich eine oben offene Plexiglas- oder Glaswanne von ca. 75 x 150 cm Grösse mit etwa 30 cm hohen Wänden.

Leben im gleichen Haushalt Katzen oder Hunde, ist die Wanne zusätzlich mit einer licht- und luftdurchlässigen Abdeckung zu versehen: Zum Beispiel mit einem stabilen Maschendrahtgitter, das so hoch angebracht ist, dass keine Katze mit Pföteln die Meerschweinchen erreichen kann.

Erinnern wir uns: Meerschweinchen sind Fluchttiere: Die Wanne muss also mehrere Verstecke oder Unterstände enthalten, wohin sich die Tiere zurückziehen können.

Zudem muss der Boden eingestreut sein. Am besten breitet man zuerst eine Schicht von mehreren Zeitungsblättern aus und streut darüber im Fachhandel erhältliches Rindenmaterial für Kleintiere. Zuoberst kommt dann noch eine Schicht Heu. Diese Einstreu sollte man wöchentlich wechseln. Tipp: Wenn zuunterst Zeitungspapier liegt, kann die Einstreuschicht als Ganzes in die Zeitungen eingerollt und entfernt werden.

Zur weiteren Ausstattung gehören regelmässig erneuerte Äste und Reisigzweige zum Benagen. Geeignet sind: Obstbäume (Kernobst), Hasel, Weide, Birke, Ahorn, Fichte, Eiche, Brombeeren. Korkröhren als weitere Unterschlüpfe werden gerne akzeptiert.

Tipp für Bastler: Handwerklich Begabte können diese Minimalausstattung einer Meerschweinchenwohnung mit mehreren, durch Rampen verbundene Etagen und Verbindungsgänge zu wahren Meerschweinchenpalästen ausbauen. So lassen sich Tierliebe und Bastelhobby ideal verbinden.

Und übrigens: Wegen ihrer Anpassungsfähigkeit an verschiedene Temperaturen, können gesunde Meerschweinchen auch ganzjährig in Aussenanlagen gehalten werden - doch das stellt einige Anforderungen an die Erfahrung der Meerschweinchenhalter oder -halterinnen und an das Gehege (wind- und wetterfester, isolierter Stall). Es ist auch möglich, Meerschweinchen nur in der warmen Jahreszeit Auslauf in Freianlagen zu geben - aber dann brauchen die Tiere unbedingt genügend Schatten. Eine Aussenanlage sollte auch unbedingt marderdicht sein, denn ein Meerschweinchen kann sich gegen Marder nicht wehren.

Fachkontakt: info@bvet.admin.ch

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Das richtige Gehege

Aussenhaltung

Relevante Gesetzgebung

Anhang 2, Tabelle 1


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