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Kaninchen wollen graben und nagen. Katzen sind geborene Jäger und spielen gerne. Säue wiederum müssen etwas haben zum Wühlen und Erkunden. Artgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten sind kein verzichtbarer Luxus - weder für Heim- noch für Nutztiere. Nur wenn genügend Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sind, fühlen sich die Tiere wohl und bleiben gesund.
Stereotypien - Hilferuf der Seele
Jeder aufmerksame Zoobesucher hat es schon beobachtet, das auffällige Verhalten einzelner Tiere: die Raubkatze, die pausenlos am Gitter entlang tigert, oder der Elefant, der unermüdlich den Kopf hin und her pendelt. Das sind die bekanntesten Beispiele für Verhaltensstörungen bei Tieren. Solche Stereotypien gibt es aber nicht nur bei Zootieren. Das krankhafte Verhalten kann entstehen, wenn es den Tieren an Beschäftigungsmöglichkeiten fehlt.
Der neue Tierschutzprofessor der Vetsuisse Fakultät der Universität Bern, Hanno Würbel, über die Ursachen und Hintergründe von Verhaltensstörungen.
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